Wiesbadener Architektenzentrum e.V.
 
 
Vortrag
16/4/26
19:00 Uhr / Künstlerverein Walkmühle
urbanegestalt, Köln »mitlandschaftzutunhaben«

In Kooperation mit dem Künstlerverein Walkmühle und dem bdla-hessen laden wir zum Architekturvortrag mit Johannes Böttger vom Büro für Architektur und Landschaftsarchitektur urbanegestalt aus Köln ein.

Goethezitat aus Epirrhema von 1827: 

„Müsset im Naturbetrachten
immer eins wie alles achten;
Nichts ist drinnen.nichts ist draußen:
denn was innen, das ist außen...“

Diese gedichtliche Naturphilosophie fasst eines zusammen: Landschaftsarchitektur und Architektur sowie die Stadtplanung gehören zusammen, sind nicht zu trennen!

Ist die Landschaftsgestaltung, eine uralte Disziplin, die an und mit der Landschaft gerade im urbanen Raum arbeitet von manchen Auftraggebern, Politikern, auch von uns ArchitektInnen lange nicht hinreichend anerkannt worden? Bis das Thema Landschaft MIT der Architektur ernst genommen wurde, dauerte es eine Weile.

Eine Reportage von Susanna Koeberle, aus der wir hier auszugsweise zitieren möchten, bringt es auf den Punkt: „...Die Klimakrise hat vieles verändert. Und sie zeigt täglich, dass die Resilienz unseres Planeten ... in hohem Maße von einem sorgfältigen Umgang mit der natürlich gewachsenen Umgebung abhängt. Es ist also höchste Zeit, dass sich Landschaftsarchitektur und Architektur auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam Lösungen entwickeln für die Herausforderungen unserer Zeit ...“

Eine Umfrage der Zeitschrift Garten und Landschaft 2025 stellte die richtigen Fragen: Wie hat sich die (Landschafts)-architektur und Urbanistik in den vergangenen Zeiten verändert und wohin entwickelt sie sich? Welche Themen, Werte und Arbeitsweisen prägen heute die Profession und was wünschen sich PlanerInnen, StudentInnen und Interessierte für die Zukunft von Stadt und Landschaft, über gesellschaftliche Verantwortung, Klima, Ästhetik und neue Formen des (miteinander) Arbeitens.

Landschaftsarchitekt Johannes Böttger schreibt u.a. dazu: „...Der Vortrag in der Walkmühle wird die beschriebene Suche anhand von Beispielprojekten nachvollziehbar machen und versteht sich als Diskussionsbeitrag zum Stand der Dinge.“


Als Büro mit Kompetenzen in Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur nimmt urbanegestalt die Stadtlandschaft in den Blick. Ihr Ziel ist es, dass für jedes Projekt eine Verortung gelingt, in dem Sinne, dass ein »neu gebautes Stück Welt« genau an seinem Ort angebracht und im besten Fall bemerkenswert ist. Dazu gehören das Lesen landschaftlicher Zusammenhänge und der respektvolle Umgang mit Bestehendem – Nutzungsmuster, Topografie, Material, Bäume. Dazu gehört ebenfalls eine Neuerfindung der räumlichen Situation und eine nachhaltige Art der baulichen Umsetzung – Atmosphären, Proportionen und der bauliche Rahmen, in dem Menschen miteinander leben.

Wie kultivieren wir Stadtlandschaft? Urbane Entwicklungen geschehen vor dem Hintergrund vielschichtiger vorhandener Eigenarten und parallel laufender Prozesse. Der Freiraum beinhaltet starke Funktionalität, darf aber nicht auf ein funktionales System reduziert werden. Trotz der Vielzahl an Anforderungen an den Neubau ist in jedem Entwurf des Büros die Bezugnahme zur umliegenden, vorhandenen Eigenart und Schönheit der Umgebung enthalten. Im Vordergrund stehen die Suche nach gut nutzbaren und zugleich bildstarken Freiräumen. Alle städtebaulichen Typologien sollen einen Mehrwert erzeugen, indem die Menschen darin mit Landschaft zu tun haben.

Die starken funktionalen Systeme der Moderne zu transformieren ist eine Aufgabe für Generationen. Der Vortrag des Landschaftsarchitekten Johannes Böttger schildert anhand von Projektbeispielen die Suche nach Lösungen für diese Aufgabe.

Mehr Informationen zum –> Büro urbanegestalt

Wir danken dem Künstlerverein Walkmühle e.V. für die wiederholte Kooperation und Raumnutzung sowie urbanegestalt, Köln für ihr Kommen nach Wiesbaden, als auch dem bdla-hessen für die Kooperation.


Künstlerverein Walkmühle (Bornhhofenweg 9, Wiesbaden)
Donnerstag, 16.04.2026
19:00 Uhr

Anfahrt: Ein Parken auf dem Gelände der Walkmühle mit dem PKW ist nicht möglich. Bitte nutzen Sie aus diesem und weiteren guten Gründen nach Möglichkeit Ihre Füße, das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr: Buslinie 3 (Haltestelle Bornhofenweg) oder Buslinie 6 (Haltestelle Nordfriedhof). Bitte nutzen Sie den oberen Zugang zur Walkmühle! Hinweis Anfahrtskizze siehe www.walkmuehle.net



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